Sie werden kaum an diesem Thema vorbei gekommen sein: In den vergangenen Wochen und Monaten wurde in vielen Medien immer wieder auf das Bestellerprinzip im Immobilienmarkt und die weitreichenden Änderungen hingewiesen. Doch wer ist hiervon denn nun wirklich betroffen? In der Praxis hat sich gezeigt, dass viele Menschen nicht ausreichend informiert sind. Ich möchte daher an dieser Stelle die Fakten und Auswirkungen kurz zusammenfassend aufzeigen.

 

Bestellerprinzip – wer zahlt

Zuallererst weise ich darauf hin, dass dieses Gesetz nicht auf einen Immobilienkauf bzw. -verkauf zutrifft. Es gibt immer wieder Endverbraucher, die davon ausgehen, dass der Verkäufer einer Immobilie seit 01.06.2015 verpflichtet ist, die Maklercourtage zu zahlen. Dies ist definitiv nicht der Fall!

Den Usancen nach ist es in Bremen und auch im niedersächsischen Umland üblich, dass der Erwerber die Maklercourtage zahlt. Auch hier gilt, Abweichungen sind natürlich möglich.

 

So funktioniert das neue Gesetz

Zum 1. Juni 2015 ist das sogenannte Bestellerprinzip in Kraft getreten. Dieses Gesetz regelt, dass der suchende Mietinteressent die Maklerkosten nicht zu tragen hat, sofern der Makler bereits durch den Vermieter beauftragt wurde – und zu bezahlen ist.

Sollte jedoch der Wohnungssuchende einen Makler beauftragen, dass dieser für Ihn eine passende Mietwohnung am Markt findet und diese entsprechend vermittelt, so ist der Makler berechtigt die Courtage direkt vom Mieter – als Auftraggeber zur Wohnungssuche – zu verlangen.

 

Für die Praxis, ob bei Anmietung oder Vermietung einer Wohnung, gilt daher:

Wer den Makler beauftragt, der ist zur Zahlung an diesen verpflichtet!

 

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