Kennen Sie das auch? Sie fahren an einem Unfall vorbei, und die Unfallbeteiligten stehen mitten auf der Fahrbahn – häufig auch ohne Warnweste? Ich frage mich, warum die Beteiligten nicht einfach von der Fahrbahn herunter gehen, um sich an den Seitenstreifen in Sicherheit zu begeben. Oft genug hört man, dass aus diesen Situationen wiederrum ein Unfall folgt. Für mich ist dieses Handeln total unverständlich und gefährlich. Eigentlich sollte doch jeder wissen was zu tun ist, oder?

 
Bis vor ein paar Wochen war ich der festen Überzeugung, gut ausgestattet zu sein, falls etwas passieren sollte. Ich hatte mein Warndreieck vorschriftsgemäß immer dabei, einen gut sortierten Verbandskasten und auch meine schicke neue Warnweste, die für den Fall der Fälle in meiner Fahrertür steckte. Das Wichtigste: Ich wusste sicher, was bei einem Unfall zu tun sein würde. Zumindest dachte ich dies bis zu jenem Abend vor einigen Wochen.

 

Und plötzlich hatte es geknallt

Ich war auf dem Weg nach Hause, als es kam, wie es kommen musste. Plötzlich musste ich eine Vollbremsung machen, trotzdem hatte es geknallt. Unter Schock stehend bin ich aus meinem Auto ausgestiegen und stand mitten auf einer großen Kreuzung. Der Verkehr floss zäh an mir vorbei. Ich ging wie fremdgesteuert um mein Auto um zu, um zu schauen, was passiert war. Leider sah das Auto alles andere als gut aus. Der Fahrer des anderen PKW kam zu mir und wir standen zusammen auf dieser Kreuzung. Was ist zu tun? Natürlich rief ich die Polizei an, die mir sagte, wir sollten die Unfallstelle mit Warndreiecken absichern. Da der andere Fahrer keines dabei hatte, blieb uns nur meins. Wo stellt man am Besten ein Warndreieck an einer Kreuzung mit einer großen Vorfahrtsstraße und zwei einmündenden Straßen auf? Der Versuch sich eine logische Erklärung herzuleiten, blieb – wohl dem Schock geschuldet – erfolglos. Schließlich habe ich das Warndreieck nach bestem Wissen aufgestellt.

 
Das Warndreieck war aufgestellt, die Polizei war noch nicht da und der Schock saß immer noch tief. So bin ich wieder zu meinem Auto gegangen, und habe mich erneut mitten auf die Kreuzung gewagt, um Fotos von dem Unfall zu machen. Beweissicherung eben, man weiß ja nie. Bis die Polizei herbeigeeilt kam, habe ich mich tapfer an die Fahrertür gestellt. Die Autos rauschten nur so an mir vorbei, jedoch ohne dass ich das groß mitbekommen hätte. Nachdem die Polizisten alles begutachtet hatten, musste mein Auto von der Kreuzung gefahren werden.

 
Erst einen Tag später, als ich langsam den Schock überwunden hatte, habe ich mich selbst gefragt, wie ich mich eigentlich verhalten habe. Weder meine Warnweste habe ich angezogen, noch bin ich an die Seite, oder gar auf den Bürgersteig, gegangen. Stattdessen stand ich mitten auf der Kreuzung an meinem schrottreifen Auto. Alles, bei dem ich mir vorher so sicher war, habe ich nicht getan… Was kann man dagegen tun, dass man in so einer Situation nicht so vermeintlich falsch handelt wie ich und viele andere Menschen? Ist Ihnen schon mal ähnliches passiert?

 
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