Am 4. April ist es wieder so weit, mittlerweile schon zum vierten Mal verpasst die Europäische Zentralbank „EZB“ einer Euro-Note ein neues Aussehen.

Zahlenmäßig wird es der größte Austausch von Euro-Noten sein, denn fast jeder zweite Schein der insgesamt rund 20 Milliarden Noten ist ein Fünfziger.

 
Die EZB verfolgt damit in erster Linie das Ziel, es Geldfälschern künftig um einiges schwieriger zu machen. Außerdem sind die neuen Scheine der „Europa-Serie“, zu der auch die bereits erneuerten 5€-,10€- und 20€-Noten gehören, robuster und müssen somit nicht so häufig ausgetauscht werden.

 
Auch bei dem neuen Fünfziger wird sich an dem Motiv an sich nichts ändern. Auffallen wird auf den ersten Blick nur die etwas greller wirkende Farbgebung. Doch in dem neuen „Fuffi“ steckt weitaus mehr: Die Zentralbanker verpassen ihm, wie auch schon dem neuen Zwanziger, ein sogenanntes Porträt-Fenster, ein halbtransparentes Sichtfeld, in dem die mythologische Gestalt Europa zu sehen ist. Doch nicht nur die Optik verändert sich, es kommen auch zusätzliche fühlbare Merkmale hinzu. Wie schon die bekannten 200- und 500-Euro-Noten wird der neue Schein an beiden Rändern eine Reihe erhabener, kurzer Linien aufweisen, und auch das Hauptmotiv und die Wertzahl werden ertastbar sein, was vor allem auch Menschen mit Sehbehinderung bei der Unterscheidung helfen soll.

 

Weniger Blüten

Die Bundesbank rechnet damit, dass mit Erneuerung des Fünfzigers die Zahl der „Blüten“ weiter gesenkt werden kann. Der Fünfziger ist der zurzeit meistgefälschte Euro-Schein, insgesamt konnte die Bundesbank 2016 jedoch einen Rückgang der aus dem Verkehr gezogenen „Blüten“ von 14 Prozent im Vorjahresvergleich bescheinigen.
Erfahrungsgemäß wird es nur zwei bis drei Monate dauern, bis in den Portemonnaies der Republik mehr neue als alte Noten sein werden. Doch niemand muss sich Sorgen machen, sollte er auch später noch alte Scheine in Händen halten, denn auch diese behalten natürlich uneingeschränkt ihre Gültigkeit.

 
Auf die nächsten neuen Euro-Scheine müssen wir uns dann allerdings etwas länger gedulden, denn erst Anfang 2019 sollen der neue 100-Euro und 200-Euro-Schein in den Umlauf kommen. Zu diesem Doppelwechsel wird es kommen, da der seltene Zweihunderter nur ca. 1 Prozent aller Banknoten ausmacht. Der 500-Euro-Schein wird ab dann nicht mehr ausgegeben und somit sukzessive aus dem Verkehr gezogen.

 
Dieser Beitrag wurde von unserem Kollegen Philip Meier, verantwortlich für die Kasse in unserer Hauptstelle, verfasst.