Moin zusammen,

mein Name ist Klaus Rechten und ich möchte mich Ihnen auf diesem Wege kurz vorstellen, da ich gerade in den Aufsichtsrat unserer Bremische Volksbank eG gewählt worden bin.

Im Jahre 1964 geboren, bin ich auf dem elterlichen Bauernhof in einem kleinen Dorf in der Nähe von Rotenburg (Wümme) aufgewachsen. Meine Kindheit war geprägt von der Arbeit auf dem Hof und dem Aushecken von allerlei Schabernack mit vielen anderen Kindern aus dem geburtsstarken 64er Jahrgang. Das hat sicherlich zur frühen Ausprägung zweier Charaktereigenschaften geführt: Wenn man etwas will, muss man sich mit Nachdruck darum kümmern, dass es auch so kommt, sollte allerdings niemals die Gelegenheit aus den Augen verlieren, dabei etwas Spaß zu haben.

Nach dem Abschluss der Realschule begann ich 1980 eine Lehre zum Bankkaufmann bei der Volksbank Ottersberg eG (heute fusioniert zur Volksbank Wümme-Wieste eG), da eine meiner Cousinen bei einer anderen Volksbank eine Lehrstelle bekam und meine Eltern dies für einen besseren Plan hielten als meine Idee, nämlich Tischler zu werden. Im Nachgang darf man wohl sagen, dass dem Handwerk durchaus einiges an Leid und Bruchholz erspart geblieben ist. Nach der Lehre blieb ich noch etwas im Ausbildungsbetrieb, um mich dann meinen vaterländischen Pflichten zu widmen und den 15-monatigen Grundwehrdienst im Geschäftszimmer einer Kampfpanzerkompanie abzuleisten. Im Anschluss daran konnte ich mit vielen (ich glaube man sagt interessanten) Einblicken und Erfahrungen gesegnet in meinen ehemaligen Ausbildungsbetrieb zurückkehren und übernahm dort verschiedene Funktionen an unterschiedlichen Standorten. Von 1990 bis 1991 war ich für anderthalb Jahre in der Rotenburger Geschäftsstelle der Bremische Volksbank eG tätig. Dort ergab sich auch der Kontakt zu meinem späteren Geschäftspartner, mit dem ich – versuchshalber und natürlich nach Absegnung des Vorhabens durch meine Ehefrau – in den Vertrieb von elektronischen Bauteilen einstieg. Dieser Versuchsballon fliegt noch heute und mittlerweile gehe ich dieser Tätigkeit mit Freude mehr als mein halbes Leben lang nach, was mir in diesem Moment doch kurz eine Gänsehaut verursacht.

Das unsere beiden Kinder und auch das Unternehmen mittlerweile immer besser ohne meine Einmischung auskommen, habe ich spaßeshalber einmal bei einer Veranstaltung der Bank dem Vorstand gegenüber erwähnt. Die Einlassung, man hätte da eine Idee, hätte mich misstrauisch werden lassen sollen …

Ich freue mich sehr, dass die Vertreter unserer Bank mich nun in den Aufsichtsrat entsendet haben und werde mich mit Freude und Neugier der neuen Aufgabe widmen.

Mit den besten Wünschen für eine schöne Zeit verbleibe ich

Klaus H. Rechten